Moderat an Zahlung erinnern

Der Rechnungsbetrag ist schon seit drei Wochen fällig? Greifen Sie nicht gleich zur Keule. Auch beim Kunden geht mal etwas schief …

Gerade bei Direktkunden, mit denen man schon länger zusammen arbeitet, sollte man gepflegter umgehen. Sie wollen Ihren Kunden doch nicht vergraulen, nur weil es bei ihm in der Buchhaltung einen Fehler gab? Vermeiden Sie in solchen Fällen das Wort „Mahnung“.

Hier einige Formulierungsmöglichkeiten (Mail):

1.

[Anrede,]

gerade habe ich festgestellt, dass meine Rechnung Nr. xxx vom TT.MM.JJJJ  Stand heute nicht beglichen wurde.

Könnten Sie bitte prüfen, wie der Stand des Zahlungsvorgangs bei Ihnen ist? Die Rechnung sende ich Ihnen nochmals im Anhang, damit Sie sie nicht suchen müssen.

Vielen Dank im Voraus.
Beste Grüße

2.

[Anrede,]

mein Steuerberater teilt mir gerade mit, dass meine Rechnung Nr. xxx vom TT.MM.JJJJ  (s. Anhang) bis heute nicht beglichen ist.

Möglicherweise ist sie in Ihrem Haus noch in Bearbeitung? Fehlt Ihnen evtl. eine Information?

Vielen Dank im Voraus für eine kurze Info über den Stand der Dinge und eine zeitnahme Überweisung des Betrags.
Beste Grüße

3.

[Anrede,]

bei der Überprüfung der Zahlungseingänge habe ich festgestellt, dass meine Rechnung Nr. xxx vom TT.MM.JJJJ  (vgl. Anhang) nicht bezahlt wurde.

Darf ich Sie bitten zu prüfen, wie der Stand der Dinge in Ihrem Haus ist?

Vielen Dank im Voraus für eine zeitnahe Abwicklung und Überweisung des Betrags.
Beste Grüße

 

Sie fragen sich, was beim Kunden „so“ schiefgehen kann, dass Ihre Rechnung nicht bezahlt wird? Das kann ganz schnell passieren.

In vielen Firmen sind Abteilungssekretärinnen inzwischen abgeschafft worden. So müssen Sachbearbeiter und Abteilungsleiter ihre Reisen selbst organisieren, ihr Hotelzimmer und ihre Flüge selbst buchen, ihre Reisekostenabrechnung selbst erfassen und an den nächsten Vorgesetzten zur Genehmigung senden und auch die eingehenden Rechnungen erfassen und zur Zahlung anweisen.

Nehmen wir an, Sie senden die Rechnung an einem 3. März. Der Empfänger der Rechnung ist vom 3. bis 10. März in Urlaub und anschließend gleich 8 Tage auf Dienstreise. Eingehende Mails werden mit einer Abwesenheitsmeldung quittiert. Nicht jeder, der unterwegs ist, will auch elektronische Nachrichten bearbeiten. Nach seiner Rückkehr hat der Empfänger Ihrer Rechnung möglicherweise 20 bis 30 Mails pro Tag – was keine Seltenheit ist – erhalten, das sind dann insgesamt ca. 375 bis 420 Mails, die der gute Mann oder die gute Frau zu bearbeiten hat.

Also, nicht gleich zur Keule greifen – ein kleiner netter Wink reicht auch.

Um angesichts solcher Entwicklungen nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, sollten Sie immer auf Ihre Liquidität achten. Das heißt: immer etwas zurücklegen. Nicht vergessen: Sparen ist Konsumverzicht. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.